Chakras

Chakra bedeutet Rad oder Kreis. Wenn ein Chakra mit Lebenskraft durchflutet wird, wird es zu einem rotierendem Zentrum. Diese Rotation schafft ein Energiefeld um sich, das weitere Chakras zum Vibrieren bringt. Chakras sind feinstofflich, die korrespondierende Punkte im physischen Körper haben. Wie ein Regenbogen mit den sechs Spektralfarben des weißen Lichts, umkreisen die Chakra-Farben rot – orange – gelb – grün – blau – violett – weiß die senkrechte Mittelachse des physischen Körpers.

Im Kehlkopf entstehen beim Singen Schwingungen, die das Hals-Chakra ganz besonders aktivieren. Das Hals-Chakra ist das Chakra der Reinigung. Das Singen reinigt uns vom grobstofflichen bis hin zum feinstofflichsten Körper. Dadurch kann es zu körperlichen, emotionalen und geistigen Reaktionen kommen, oder auch zu sogenannten übersinnlichen Wahrnehmungen. Je nachdem, auf welcher Ebene durch das Singen gerade die stärkste Veränderung stattfindet.

 

chakrenKronen-Chakra – tausendfache Seligkeit

Stirn-Chakra – Liebe als Seinszustand

Hals-Chakra – sich mitteilen durch Kunst, Gesang, Musik, Tanz

Herz-Chakra – die Welt ist mein zu Hause

Solarplexus-Chakra – Wärme, Kraft und Fülle

Sakral-Chakra – mit dem Leben fließen

Wurzel-Chakra – im Urvertrauen

Kronen-Chakra – tausendfache Seligkeit

Das siebente Chakra wird Kronen-Chakra oder Sahasrara genannt.

Sein Bija-Mantra (Keimsilbe) ist Stille, absolute Stille.

Es gibt keinen Gedanken, kein Mantra, keine Silbe mehr.

Es ist das Chakra der Bewusstheit.

Jemand, dessen Energie ungestört bis ins Kronen-Chakra fließt, ist selbst im Schlaf bewusst.

Im siebenten Chakra wird man zum ozeanischen Bewusstsein. Man erkennt, dass niemand eine Insel ist, dass alles existentiell miteinander verbunden ist. Diese allumfassende Bewusstheit lässt sich nicht mehr in Worte fassen. Es können nur noch Andeutungen gemacht werden. Einheitsbewusstsein und höchste Vollendung sind die Gaben eines geöffneten Kronen-Chakras – tausendfache Seligkeit, millionenfacher Segen.

Stirn-Chakra – Liebe als Seinszustand

Das sechste Chakra wird Stirn-Chakra oder Ajna genannt.

Sein Bija-Mantra (Keimsilbe) ist aum.

Es ist das Chakra der Selbsterkenntnis.

Ajna wird auch als das dritte Auge bezeichnet. Es gibt viele Methoden um das dritte Auge zu öffnen, doch die angenehmste und sicherste Form ist, Liebe zu geben. Wer Liebe verströmt, dem wird das dritte Auge zugänglich.

Singen an sich öffnet für die Liebe und es gibt spezielle Mantras, die das verstärken. Im Stirn-Chakra erfährt man die Liebe als Seinszustand. Ajna heißt Ordnung, Gebot. Das Gebot ist Hingabe, alles zu akzeptieren, was im Moment ist. Es gibt in vielen Traditionen Mantras, die das Bewusstsein stärken und mit diesem Bewusstsein hat sich der Teil dem Ganzen hingegeben und fließt mit ihm. Der Teil hat losgelassen, das Ganze hat ihn in sich aufgenommen.

Hals-Chakra – sich mitteilen durch Kunst, Gesang, Musik, Tanz

Das fünfte Chakra wird Hals-Chakra oder Vishuddhi genannt.

Sein Bija-Mantra (Keimsilbe) ist ham.

Es ist das Chakra des Selbstausdrucks.

Hier befindet sich das Zentrum der Kommunikation und des kreativen Selbstausdrucks. Wir empfangen hier auch die Botschaften unserer inneren Stimme. Es ist das Zentrum der energetischen Reinigung. Im Hals-Chakra erfährst du meditative Liebe.

Es ist die Kehle, die uns Ausdruck ermöglicht in Form von sprechen, summen und singen. Diese Formen sich mitzuteilen, können wesentlich verfeinert werden durch das Singen von Mantras.

Wenn deine Energie im Hals-Chakra angekommen ist, endet die Dualität (Advaita). Nun gibt es keinen Abstand mehr zwischen weiblichem und männlichem Prinzip.

Durch das Singen von Mantras kann man frei werden von aller Unbewusstheit, wodurch Konflikte und Probleme des Individuums von alleine verschwinden, weil das Ego stirbt und sich ins Sein auflöst. Nur Glückseligkeit bleibt.

Das Hals-Chakra wird durch Nachahmung, nachplappern, nachäffen und Mangel an Kreativität lahm gelegt. Das Singen bestimmter Mantras fördert die Kreativität und Kreativität ist immens wichtig für das fünfte Chakra. Alle Mantras die deinen Ausdruck stärken, die dir Mut verleihen, deinen Weg zu gehen, dir Zugang zu deinem persönlichen Lebensstil schaffen, sind hervorragend für das Hals-Chakra. Kunst, Gesang, Musik, Tanz, Erfindungsreichtum – all das stärkt dein fünftes Zentrum.

Herz-Chakra – die Welt ist mein zu Hause

Das vierte Chakra wird Herz-Chakra oder Anahata genannt.

Sein Bija-Mantra (Keimsilbe) ist yam.

Es ist das Chakra der Selbstannahme, der gesunden Selbstliebe, des Mitgefühls und der Hingabe.

Im Herz-Chakra erfahren wir die bedingungslose Liebe. Es ist die Hauptebene der menschlichen Inkarnation, denn in diesem Chakra treffen sich körperlich-physische Strukturen mit energetisch-spirituellen Strukturen. Einfacher gesagt, treffen sich in der Herzebene der Mensch als Tier und der Mensch als Gott und Liebe ist die Brücke zwischen dem Tierischen und dem Göttlichen.

Alles, was Zweifel weckt (Logik, Haarspalterei, Diskutierfreude, zuviel Rationalität, Philosophien, Skepsis, Perfektionswahn …), lässt die Herz-Energie nicht aufblühen. Das Mantra-Singen erweckt die Herz-Energie zum Leben, denn Musik geht direkt ins Herz. Wenn du ein misstrauischer Mensch bist, kann sich dein viertes Chakra gar nicht öffnen. Doch durch Singen im allgemeinen und im speziellen durch bestimmte Mantras, kannst du wieder an Vertrauen gewinnen. Denk daran, dass Zweifel in Vertrauen transformiert werden kann.

Singen ist wie Poesie, es holt dich ins Herz und deshalb ist singen hilfreicher als grübeln. Auch das sogenannte Bauchgefühl und die Intuition sind für die Herz-Ebene besser als Argumentation. Fühlen ist besser als denken, wenn es ums Herz geht. Und bist du erst in der Herz-Energie angekommen, ist dir die Welt nicht mehr fremd, sie ist dein zu Hause geworden.

Solarplexus-Chakra – Wärme, Kraft und Fülle

Das dritte Chakra wird Nabel-Chakra, Solarplexus-Chakra oder Manipura genannt.

Sein Bija-Mantra (Keimsilbe) ist ram.

Es ist das Chakra der Selbstbestimmung.

Aus dieser Quelle schöpfen wir Dynamik, Energie und Lebenskraft. Aus diesem Zentrum entspringt der Wunsch, etwas zu erreichen. Mit bestimmten Mantras kann man seine Wünsche Wirklichkeit werden lassen, wenn diese Wünsche dem Lebensplan des Gesamten entsprechen.

Das Nabel-Chakra ist der Sitz der Persönlichkeit und unserer Persönlichkeit entsprechend, können wir unser Leben bewusst gestalten. Auf dieser Ebene nehmen wir uns wahr als machtvolle Mitgestalter, die Einfluss nehmen können auf die Geschehnisse unseres Umfeldes.

Manipura kann mit der Sonne verglichen werden. Wenn das Chakra harmonisch arbeitet, spendet es Wärme, Kraft und Fülle. Das Singen von Mantras kann auf dieser Ebene Zweifel in Vertrauen und Denken in Bewusstheit transformieren.

Sakral-Chakra – mit dem Leben fließen

Das zweite Chakra wird Sakral-Chakra oder Svadhistana genannt.

Sein Bija-Mantra (Keimsilbe) ist vam.

Es ist das Chakra der Lebensfreude und die Wohnstatt des Selbst.

Auf der Ebene des zweiten Chakra nimmt man mit allen Sinnen bewusst wahr. Die primäre Lebensfreude wird aus der Wahrnehmung der Sinnesfreuden geboren. Gefühle und Emotionen werden hier wahrgenommen und bewusst empfunden.

Mit dem Mantra-Singen kann man seine Schöpferkraft erleben und erforschen. Lebensumstände und Erfahrungen können mithilfe bestimmter Mantras manifestiert werden.

Ein weiterer Begriff für das zweite Chakra ist Hara. Das Hara ist jenes Zentrum, wo sich Leben und Tod vereinigen. Es gibt Mantras, die uns helfen, die Angst vor dem Tod zu überwinden und Mantras, die uns erkennen lassen, dass der Tod nicht das Ende des Lebens ist. Dies stärkt in uns das Vertrauen mit dem Leben zu fließen, was immer es auch bringen mag.

Das Singen bestimmter Mantras kann auf dieser Ebene Angst in Liebe, Hass in Mitgefühl, Wut in Furchtlosigkeit – Verzeihen sowie Gewalt in Freundlichkeit transformieren.

Wurzel-Chakra – wieder im Urvertrauen

Das erste Chakra wird Wurzel-Chakra oder Muladhara genannt.

Sein Bija-Mantra (Keimsilbe) ist LAM.

Es ist das Chakra der Selbsterhaltung.

Es ist jenes Zentrum, aus dem die ursprüngliche Lebenskraft fließt, indem der Mensch vollkommenes Vertrauen in sich und die Welt – bewusst oder unbewusst – hat. Dieses Urvertrauen kann man stärken und wiedergewinnen, indem man bestimmte Mantras singt. Zu diesem Chakra gehören Mantras, die die körperliche Gesundheit fördern, den Wunsch nach einem Kind erfüllen, zur materiellen Existenzsicherung, Stabilität und Durchsetzungskraft.

zur Mantra Schale

zur Praxis des Mantra Singens